Das bedeutet, je persönlicher und brennender das Interesse in einer Frage, desto gehaltvoller fällt die Antwort aus, die sich immer wieder neu gestaltet, entsprechend der Situation (daher oft das scheinbar widersprüchliche). Es gibt keine gleiche Antwort und doch versuchen wir, bestimmte Grundlagen zu erfassen und zu beschreiben, als Orientierungshilfe. Deswegen kann es sein, es kommt eine Antwort oder auch keine, weil wir der Meinung sind, darüber in den Texten schon genug gesagt zu haben. Dann kannst du diese Gelegenheit nutzen, das bereits Vorliegende hier zu lesen oder aber tiefer zu gehen mit deiner Selbstbefragung („worum geht es?“), kannst die Frage modifizieren, anders formulieren und neu schreiben.
Diese Technik wenden wir auch selbst bei eigenen Anliegen an. Bert Hellinger sagte hin und wieder: Wer die richtige Frage stellt, hat auch schon die Antwort. Die Hypothese ist also, dass Fragen oft nicht „ganz treffend“ sind, sonst gäbe es keine unbefriedigenden Antworten. Doch sie können dem „treffend“ recht nahe kommen, sodass die erleuchtende Antwort schon hinter der nächsten Ecke hervor zu blitzen scheint. Fragen kann ansprüchliche Bequemlichkeit sein und eine große Erwartung beinhalten, im Außen möge mir etwas abgenommen werden: die Suche erleichtert, verkürzt; das Schwere weg geredet usw. Wir sehen es jedoch so, dass Information sehr nützlich ist, doch die wesentlichen (ganzheitlichen) Erfahrungen muss jeder Mensch selbst machen, mit „Leib und Seele“; es gibt keine Abkürzungen auf dem persönlichen Weg. Und auf diesem Weg fragt man sich selbst ... der andere im Außen ist nur ein Spiegel (wer ist hier Fragender und wer gibt die Antwort?). So kann die Frage also auch mit einer starken inneren Beteiligung und Präsenz gestellt werden, fast, als stelle ich sie mir selbst, einer höheren Intelligenz, die auch in mir sein muss, so wie in allen anderen. Und gleichzeitig veröffentliche ich mein Anliegen, bringe es in die Welt, mit all meiner Sehnsucht, vielleicht sogar mit Verzweiflung, dem Gefühl von Machtlosigkeit und vor allem mit meiner Hingabe in dieser Sache. Die Erfahrung zeigt, dass solches Fragen große Geschenke zur Folge haben kann, während das Erstgenannte oft nur ein rein kognitives Austauschen und Ansammeln ist, das tiefe Themen nicht berührt und die eigentlichen Fragen nicht beantwortet. Wir wollen das Denken nicht abwerten, wie es leider landläufig im psycho-spirituellen Milieu üblich ist. Einseitige „Kopflastigkeit“ ist etwas anderes als tiefes Nachdenken über existentielle Anliegen. Selbst die nützliche Unterscheidung von Ramesh Balsekar in zwei Denkstile („working mind“ vs. „thinking mind“), birgt hier Missverstehen und Abwertung, denn sie vernachlässigt das Denken des Wahrheitssuchers. Francis Lucille würdigt den Erkenntnisweg über das Verstehen viel mehr, wenn er beschreibt, wie alle Denkaktivität, die nach der Wahrheit fragt, diese aktiviert, sich zu zeigen; was ja auch völlig logisch erscheint. Diese Beschreibung aus dem Spirituellen lässt sich ohne Weiteres auf persönlich-psychologische Fragen übertragen. Überall gilt: frage und dir wird geantwortet werden. Und wir ergänzen: frage leidenschaftlich! Denke mit Gefühl, denke ganzheitlich, spüre die Frage im ganzen Körper, lass dich von deinem Anliegen ganz erfassen ... und die Antworten werden dich erstaunen.
„Unser Kind hat (und macht) Probleme. Können Sie eine Therapie empfehlen?“
Frage:
Liebe Frau Dammers,
mein Mann und ich haben drei Kinder und führen abgesehen von den
normalen sporadischen Meinungsverschiedenheiten eine glückliche Ehe.
Leider ist mein Mann geschäftlich viel unterwegs und ich bin mit den Kindern
allein. Seit einiger Zeit haben wir zunehmende Probleme mit dem jüngsten Sohn.
Er ist 6 Jahre alt, ist sehr unruhig und überschätzt sich sehr oft, was
ihn und seine Umgebung gefährdet. Im letzten Jahr hatte er drei Unfälle,
war in viele Raufereien und Streitigkeiten verwickelt, kleinere Verletzung hat
er andauernd und er kann nicht still sitzen, was in der Schule natürlich
Schwierigkeiten macht. Jetzt ist die Frage, ob wir für ihn eine Therapie
suchen.
Über Anregungen wäre ich sehr froh.
Ihre H.S.
Antwort:
Liebe Frau S.
In meinen Augen steht die therapeutische Arbeit mit Kindern am Ende der Liste
der Möglichkeiten, die ich ausprobiere. Denn ich sehe Kinder meist in der Rolle
der Symptomträger. Als schwächstes Mitglied eines Systems gleicht ein Kind oft
aus, was die "Großen" nicht klären. Also würde ich zuerst prüfen, ob
das Kind nicht etwas von den Erwachsenen trägt und ausagiert, was besser auch
von denen angeschaut und gelöst werden sollte. Grundvoraussetzung der humanistischen
Therapien sind die Kranheitseinsicht und Selbstverantwortung der Klienten. Dies
kann und soll ein Kind nicht leisten, denn es ist in dieser Weise noch nicht
verantwortlich - das sind die Erwachsenen. Ich würde also erstmal untersuchen,
ob es in der Paarbeziehung Unausgesprochenes gibt, ist das nicht der Fall,
würde ich im erweiterten System nach Verstrickungen suchen.
Alles Gute!
Marion Dammers
PS: Sie können natürlich auch gerne noch weiter oder neu fragen, wenn Sie erst mal noch auf diese Weise hier mit dem Thema weiter gehen möchten.
Leserbrief von
Susanne M.
Liebe
Frau Dammers,
zur Therapie beim Kind hätte ich
noch die Anregung, die Ernährung der Familie zu überprüfen. Viel Phosphor in
der Nahrung kann auch Ursache sein, genauso wie andere konventionelle Kost mir
Farb- und Konservierungsstoffen und besonders auch Aromen.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne M.
Guten Tag Frau M.,
ja, das ist sicherlich noch ein weiterer Ansatz, den wir aber nicht in unserem Angebot haben.
Unser aller Ernährung wäre mit Sicherheit vollständig zu verbessern, allerdings ist meine persönliche Meinung, dass die Wurzeln unseres Handelns, unseres Lebensstils, Essgewohnheiten usw. ihre Ursachen in seelischen und geistigen Defiziten haben ... und es ist sicherlich Ausbildungs- und Geschmachsache, wo eine Therapeutin ansetzt ... die Ernährungsberatung überlasse ich anderen. Aber ich frage mal Hans, vielleicht mag er Ihre Anmerkung dazu stellen. Danke für Ihr Feedback.
Liebe Grüße
Marion Dammers
„Ich selbst arbeite seit Jahren an mir, aber mein Partner will sich einfach nicht ändern“
Frage:
Hallo liebe Marion.
Meine Partner ist nicht bereit Wachstumsschritte zu machen. Ich arbeite seit
zwei Jahren in Einzelcoaching und einer Gruppe an mir und das hat mich wichtige
Dinge erkennen lassen. Mein Partner ist nicht bereit, sich darauf einzulassen,
obwohl er es dringend notwendig hätte, denn er trinkt zu viel, kann seine
Gefühle nicht zeigen und nicht zuhören. Wir wohnen im Haus meiner Eltern und
leben von dem Erbe, das mir ausgezahlt wurde. Mein Partner ist früher oft fremd
gegangen, heute ist er ruhiger, aber ich bin noch unzufrieden. Ich finde, er
sollte mehr für sich tun, eine Aufgabe suchen, sich nicht so gehen
lassen. Hast du vielleicht einen Vorschlag, wie ich weiter vorgehen
könnte?
Danke
mit freundlichen Grüßen
Christine
Antwort:
Liebe Christine.
Hier stellt sich mir die Frage, wie sich der Mann in dieser Situation fühlt.
Offensichtlich weiß die Frau - du - nichts Positives über ihn zu
berichten. Weshalb bist du mit ihm zusammen, was war einmal liebenswert?
Wenn ein Partner versucht, den anderen zu ändern, ist er offensichtlich nicht
zufrieden mit dem, was der andere ist. Wenn man den Partner verändern möchte,
sagt man ihm die ganze Zeit: so wie du bist, ist es für mich nicht ok ... Wie
fühlt sich ein Mensch, der das dauernd vom Partner zu hören bekommt: du bist
nicht gut genug.
Die Frage wäre hier, ob es noch ein gemeinsames Ziel gibt, für das man
miteinander die Reise antreten will. Oder ob es darum geht, einen guten
Abschied zu finden.
Ob das Haus der Eltern ein guter Platz ist, könnte man prüfen.
Herzlich
Marion
Frage:
Liebe Marion!
Ich war seit meiner Jugend auf einer Suche nach Antworten, mal intensiv, mal
weniger. Einige Jahre habe ich in Ashrams verbracht, dann wurde das von Familie
und Kindern verdrängt, und ich war auch zufrieden damit. Doch plötzlich, vor
mehr als einem Jahr habe ich Antworten auf Fragen gefunden, die mich lange
beschäftigten und dadurch eine tiefe Zufriedenheit erfahren. Diese
Erfahrungen kann ich am ehesten beschreiben als ein tiefes Einverstandensein
mit mir und der Welt, wo vorher immer der Zwang herrschte, alle möglichen Dinge
verändern zu müssen. Ich habe dann in Literatur zum Erwachen von solchen
Einsichten gelesen. Doch nach Wochen tiefer Stille und Untätigsein wurde
es dann wieder zum Thema, dass etwas getan werden muss. Ums Haus gekümmert, die
Arbeit erledigt, neue Arbeit suchen, Gartenarbeit, Enkelkinder usw., und
ich entdeckte, dass ich sehr wenig Kraft dafür habe. Früher hatte ich diesen
Motor, dass ich etwas als schlecht oder nicht gut genug gewertet habe und es
dann verändern wollte. Das fällt nun weg und ich frage mich, woher ich die
Motivation nehmen soll, Dinge zu erledigen oder mir wieder Ziele zu stecken. Es
wäre schön, wenn du mir dazu etwas sagen könntest.
Om Shanti
Jutta
Antwort:
Liebe Jutta.
Von der absoluten Ebene aus könnte man sagen: es gibt keinen Grund, etwas zu
lassen, genau so wenig, wie es einen Grund gibt, etwas zu tun - außer eben
den der Freude an diesem Tun. Du hast die Friedlichkeit der Zustimmung
entdeckt. "Alles soll so sein", "tun geschieht" sind so
ganz typische Beschreibungen dieser Qualität. Doch wenn alles so sein soll,
dann auch der Mensch mit seinen Intentionen, seinen Zielen und Aktivitäten.
Der Unterschied liegt in der Feinheit von "etwas tun müssen"
und "etwas tun können". Ersteres kann nur vorherrschen, wenn
Kampf in der Person statt findet und etwas abgelehnt wird. Fällt das weg, weil
aus Einsicht der Welt grundlegend zugestimmt wird, so wie sie ist (!), können
Dinge getan werden, weil man sie eben gerne tut, aber es gibt kein Muss. Also
könntest du deine neue, andere Motivation finden, indem du nach dem schaust,
was dein Herz erfreut. Möglicherweise wäre es eine Unterstützung, dies einmal
aufzustellen: dich und dein (zukünftiges) Tun.
Herzliche Grüße
Marion
„Ich habe am Arbeitsplatz Probleme wegen widersprüchlicher Vorgaben meiner Vorgesetzen und eine Klärung war bisher nicht möglich. Könnte hier eine Systemaufstellung helfen?“
Frage:
Guten Tag.
Ich habe Probleme im Job. Es wurde mir die Stelle des Supervisors bestimmter
Abteilungen angeboten und ich bereite mich nun seit 3 Monaten darauf vor,
indem ich mich wöchentlich wechselnd in den verschiedenen Abteilungen der
Firma einarbeite. Nun gibt es seit 14 Tagen widersprüchliche Angaben
und Aufgaben von zwei Vorgesetzten, die sich nicht einig sind. Es ist
schwer, einen Gesprächstermin zu finden, weil meistens einer der beiden
außer Haus ist. Meine Frage ist, ob mir Systemaufstellen hier etwas nutzen
könnte, können Sie mir dazu etwas sagen?
Danke
H.K.
Antwort:
Lieber Freund.
Systemaufstellungen können Dynamiken des Arbeitsfeldes darstellen und so
Klarheit schaffen. Das ist sehr oft eine lohnende Vorgehensweise. Wenn dann die
Konflikte benennbar geworden sind, kann zusätzlich Ihre eigene Dynamik
untersucht werden, die möglicherweise eine Rolle dabei spielt, in einer solch
schwierigen Situation "gelandet" zu sein. Barrieren werden deutlich
und können so aufgelöst werden.
Mir freundlichem Gruß
Marion Dammers
Frage:
Ich habe verschiedene Therapien hinter mir und über viele Jahre im Bereich
Persönlichkeitsentwicklung Trainings absolviert. Schon lange wünsche ich mir
wieder eine feste Beziehung, doch werde von meinen Partnern immer wieder
verlassen. Darunter leide ich sehr, ich habe nun schon inzwischen Angst, ehe es
überhaupt los geht und ich verstehe nicht, weshalb das so abläuft, da ich die
damit zusammen hängenden Muster gut kenne und bearbeitet habe; es löst sich
trotzdem nicht auf. Ich habe gelernt allein zu sein, bin unabhängig und habe
mir mein Leben gut eingerichtet. Einige Jahre habe ich ein fortlaufendes
Tantra-Training besucht und bin auch jetzt in einer regionalen Gruppe, die sich
mit persönlichem Wachstum befasst. Ich habe gute Kontakte, lerne auch immer
wieder Männer kennen, doch es entwickelt sich daraus nichts Festes. Oft
ging es bei mir in den Therapiestunden darum, Fixierung auf Beziehung aufzulösen,
also nicht zu klammern. Und nun denke ich, das ist geschafft, meine
eigenen Inhalte sind mir wichtig und füllen mich aus, ich habe viele Freunde,
einen guten Job, doch trotzdem scheint das mit der Beziehung nicht zu klappen.
Es ist ein wenig wie: jetzt habe ich alles notwendige getan und es ändert sich
doch nichts. Das finde ich sehr frustrierend. Was nur mache ich falsch?
Antwort:
Liebe Freundin.
Wenn man sich lange in dem Feld der Therapie und Persönlichkeitsentwicklung
aufhält, fühlt man sich klug, erfahren, reif und besonders. Manchmal wird dann
übersehen, dass diese Entwicklung auch etwas einseitig werden kann. So hat
man sich zum Beispiel nach bestimmten Idealen ausgerichtet, wie beispielsweise
die Auslegung der Animus-Anima-Theorie, die besagt, dass der Mensch erst seine
inneren gegengeschlechtlichen Anteile entwickelt haben muss, ehe er/sie
Beziehung leben kann. Dies hat vielleicht eine ziemlich übertriebene
Individuationssuche in Gang gesetzt, die zu wenig hinterfragt wurde. Denn
von einer anderen Seite her sollte und müsste man zumindest mal fragen: wann
ist es eigentlich genug Individuation? Und wann bin ich so
überindividualisiert, dass kein Raum, keine Notwendigkeit mehr ist für
Ergänzendes, also auch nicht mehr für einen Partner. Dann wäre nämlich etwas
völlig anderes fällig. Nämlich der Abbau dieser übertriebenen Individualität.
Mir fällt auf, dass
sich im Selbsterfahrungs-Milieu viele Frauen für äußerst erfahren, kompetent und genussfähig halten ... doch sie sind
allein. Ähnlich scheint es manchmal bei Karrierefrauen zu sein. Gerne
wird dann die Verantwortung für´s Nichtgelingen von Beziehung den unfähigen
Männern zugeschoben. Aber mir fällt auf: Was da angesammelt wird an
exotisch Vorzeigbarem, steht im exakten Verhältnis zu
der Unfähigkeit, eine andauernde Beziehung zu führen ... fast bedingt
diese Art der Selbsterfahrung diese Art der Unfähigkeit ...
und zwar bei der Frau keineswegs weniger als beim Mann! Im Gegenteil scheinen
mir abwertende Haltung und Kampfbereitschaft auf weiblicher Seite sehr
ausgeprägt.
Es scheint schwierig
zu sein, sich das einzugestehen und umzukehren. Viele verteidigen es dann und
bringen sich damit noch weiter in die Isolation. So ist das mit der
Individualität, wenn man/frau nicht merkt, wenn es schon mehr als genug ist.
Dieses Problem haben die Frauen meiner Erfahrung nach aktuell noch mehr als die
Männer.
Zu den verschieden
Wegen der Persönlichkeitsentwicklung: Was offensichtlich überall fehlt, ist
das Methodenübergreifende.
Bei den Tantra
Angeboten fehlt zum Beispiel oft ganz klar die systemische und
tiefenpsychologische Perspektive. Was nutzt mir die Entfaltung meiner
erotischen Erlebnisfähigkeit, wenn ich gleichzeitig die Bindungsfähigkeit
vernachlässige und unbearbeitet lasse?
Was nutzen mir Riesenaufstellungen, die enorm viel Einblick und Wissen
vermitteln, wenn ich emotional verkümmert bin und bleibe?
Herzlich
Marion
Frage:
Ich sehne mich nach Geborgenheit und Wärme in der Beziehung, doch meine
Partnerin hält mich auf Abstand. Wenn es mir schlecht geht und ich
Trost suche, wird sie schnell ungehalten und ärgerlich. Ich fühle mich abgelehnt
und zurückgewiesen, und so fühle ich mich eigentlich schon immer. Auch meine
Eltern waren nie da. Eine Beziehung sollte aber doch dazu da sein, dass man
einander auffängt, oder? Ich bin mir unsicher, wer von uns hier im Recht ist.
Ob ich die Beziehung abbrechen oder etwas an mir ändern soll.
Beste Grüße
Marcus
Antwort:
Lieber Marcus.
Es gibt hier verschiedene Ansatzmöglichkeiten. Einerseits: zu viel
Erwartung an Mütterlichkeit/Väterlichkeit belastet eine Beziehung.
Andererseits: zu wenig Bereitschaft, für den anderen auch mal stark zu
sein, ihn/sie zu halten und zu tragen, ist auf Dauer für beide unbefriedigend.
Ich kann so nicht sagen, wo ihr da miteinander steht. Es wäre gut, in einer
Einzelarbeit oder Gruppe dein Verhältnis zu den Eltern anzuschauen. Da kann
sich zeigen, ob diese Bedürfnisse kindlich sind und den Partner
überfordern, sodass es hilfreich wäre, eine Aussöhnungstherapie zu machen
und dabei auch den nötigen Verzicht zu leisten. Oder ob diese Bedürfnisse
durchaus von einem Erwachsenen-Ich ausgehen und angemessen sind.
Zusätzlich würde ich euch das Zwiegespräch ans Herz legen.
Liebe Grüße
Marion
„Trotz erfüllter Partnerschaft habe ich Erektionsprobleme. Ich habe Angst, dass das so bleibt. Was kann ich tun?“
Frage:
Hallo liebe Marion,
ich habe eine neue Freundin. Es stimmt viel zwischen uns, ich fühle mich wohl,
doch ich habe Erektionsprobleme. Sie reagiert darauf sehr verständnisvoll, doch
ich mache mir Sorgen und setze mich unter Druck, weil ich mir das nicht
erklären kann, und Angst habe, dass es so bleibt.
Danke und viele liebe Grüße
Frank
Antwort:
Lieber Frank.
Wozu sich Druck machen? Worum geht es in einer Liebesbeziehung? Worum geht es
dir? Stehst du zu deinem Bedürfnis nach einer Nähe, die keine Leistung fordert,
keine Funktion erfüllt, wo jeder so sein kann, wie er/sie gerade ist? Oder gibt
es Vorstellungen, Überzeugungen, wie eine Paarbeziehung zu sein hat? ... das
würde ich zuerst untersuchen.
Wenn du solche Glaubenssätze in dir findest, kannst du sie mir gerne noch
schreiben und ich zeige dir, wie man damit auch allein arbeiten kann.
Liebe Grüße
Marion